Schiit Valhalla 3 - Gib Gas - Ich will Spaß!

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FuLong
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Schiit Valhalla 3 - Gib Gas - Ich will Spaß!

Beitrag von FuLong »

Getreu dem Motto des deutschen Philosophen Markus (geschrieben hat das Lied jedoch Axel Klopprogge) spielt der Valhalla 3 auf - das wäre die Kurzform meiner Eindrücke zu diesem IMHO besonderen Stück Technik 😉

Achtung, längerer Text folgt 🤪

Doch wie ist es dazu überhaupt gekommen. Eigentlich dachte ich, meine Lieblingskombi für alles an Hören gefunden zu haben > Eufonika H5 mit dem Beyerdynamic T1.2 (alternativ auch gerne DT 990 600 Ω oder dem DT 1990 Pro 250 Ω ).
Durch dem Umzug meines PCs an einen anderen Platz (damit ich beim Computern stehen kann) habe ich wieder öfter mit dem Feliks Echo MK2 gehört, gerne zusammen mit dem Sennheiser HD 660S2, was eine etwas zackiger aufspielende Kombi ist, als der Eufonika mit dem Beyer.
Leider hat nach häufigerem Gebrauch der Echo sein Leben ausgehaucht (ich finde in München niemanden der das Ding repariert und nein, ich will nicht den Terz machen und das Ding nach Polen zu schicken).

Beim Stöbern im Netz bin ich immer mal wieder über den Schiit Valhalla 3 gestolpert, er wurde als ähnlich dem Echo beschreiben, aber in Verbindung mit hochohmigen Kopfhörern noch zackiger aufspielend und durch verschiedene Modi auch mit niederohmigen Kopfhörern gut nutzbar. Also mehr Artikel zu dem Gerät gelesen, unter anderem folgenden, der länglich die Entwicklung des Geräts beschreibt > https://www.head-fi.org/threads/schiit- ... t-18674327

Kurz die Besonderheiten.
Er ist weder OTC, noch OTL, sondern OTL/OCL (“Output Transformer Less” und “Output Capacitor Less”), also nix zwischen den Röhren und dem Kopfhörer (Details siehe oben der Link). Das Konzept mag systembedingt hohe Impedanzen beim Hörer, wie OTL. Um auch niederohmige Kopfhörer zu treiben, hat Schiit einen “impedance multiplier” eingebaut (gibt es auch als gesondertes Gerät). Zusätzlich gibt es noch zwei Gain Stufen mit Gegenkopplung und die höchste ohne Gegenkopplung (https://www.lowbeats.de/technik-wiki-ge ... -feedback/), also praktisch Durchzug in allen Belangen (so wie ich das laienhaft verstehe).
Genau dieser Modus hat mich gereizt, da er sehr gut zum Beyerdynamic T1.2 passen müsste.
Wie es der Zufall will, wurde grad auf Kleinanzeigen ein Valhalla 3 angeboten und auch noch 120 km entfernt, also in Auto gesetzt und los …

Seit Sonntag höre ich fast ausschließlich mit dem Valhalla 3, dem Beyer T1.2 und im Modus high Gain ohne Gegenkopplung. Da das Gerät in diesem Modus sehr anfällig für Brummschleifen ist, hat es im großen Setup ordentlich gebrummt. Aber im Rack ist noch Platz, also einen Eversolo DMP-A6 ME und den Valhalla an eigene Steckerleiste und direkt per RCA verbunden und schon hat es sich ausgebrummt, kann ich mit leben, mag ein Showstopper für Andere sein (in den Gain Stufen mit Gegenkopplung hat es nicht gebrummt).
Systembedingt ist der Modus high Gain ohne Gegenkopplung nicht ganz ohne Störgeräusch, aber das geht bei mir im Tinitus unter (HiFi-Sprech, er ist nicht tief “schwarz”).
Bestückt ist er mit den Serien-Röhren aus dem Feliks, da die eingespielt sind (laut Vorbesitzer hat er nur ein paar mal relativ kurz mit dem Gerät gehört).

Und was soll ich sagen, da geht echt die Post ab (ich spreche hier nur über den Modus high Gain ohne Gegenkopplung, Impedance Multiplier aus und dem Beyer T1.2).
Der T1.2 kann mehr Bass als ich bisher dachte und das so was von straff und kontrolliert, da ist kein diffuses Wabern, aber die Ohrläppchen schlackern. Höhen sind nicht spitz aber zackig, Zischlaute sind deutlich aber stechen nicht ins Trommelfell, Becken schillern metallisch und das Schlagwerk am Anfang von PF “Time” ist schrill aber nicht schmerzhaft. Stimmen wirken für mich sehr natürlich und voll. Schallereignisse lassen sich super orten und die Bühne wirkt wie “mittendrin und nicht dabei” (neudeutsch immersiv) dabei ist der Klangraum sehr weit. In Jean‐Michel Jarres “The Train & The River” bricht das Gewitter förmlich über einen herein, sehr beeindruckend. Ich führe das darauf zurück, dass der Klang “schnell” wirkt (sorry, kann ich nicht besser formulieren). Trommeln, Gitarrensaiten oder Anschläge von Tasteninstrumenten sind “ansatzlos”, erschrecken einen fast, so “schnell” kommen die Töne. Dabei bleiben keine Details auf der Strecke.

Ich werde den Kleinen jetzt dann mit einem Satz NOS-Röhren Tesla E88CC bestücken und morgen schauen was passiert ... (I gfrei me scho 😊)

Tags hab ich noch gar kein Foto gemacht, also a bisserl Röhrenglimmen
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Wenn schon fünf Zylinder dann aber verteilt auf zwei Motorräder
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