xdlohnier hat geschrieben: ↑Fr 18. Apr 2025, 13:47
Das Asustor AS6804T steht schon hier mit 2x 2TB NVME's, 3x 20TB Toshiba MG10 kommen noch.
Glückwunsch zur AS6804T! Zu der habe ich mich nicht entscheiden können, weil sie in meinem Use-Case keine Vorteile bringt.
Das kann anders aussehen, wenn man die Maschine nicht als NAS, sondern als Server betreibt, etwa als Plattform für Roon. Dann kann es allerdings passieren, dass die CPU und der Arbeitsspeicher an ihre Grenzen kommen. Weiß ich nicht. In meinem Usecase geht es um die NAS-Funktion. Roon läuft bei mir momentan auf einem kleinen HP-Rechner mit i7 sehr performant und stabil. Geplant und bereits getestet ist der Umzug auf einem Mini-PC (Beelink Ser5, ca. 320 Euro), der weniger Strom verbraucht und baei nicht nur schnell, sondern auch leise ist.
Ich habe bei Kunden den Vorgänger AS6704T installiert und war dann etwas frustriert, als der Nachfolger mehr als doppelt so teuer ausfällt. Man bekommt dafür eine schnellere CPU, mehr Speicher und richtig schnelles Netztwerk. Mit all dem kann ich in meiner Anwendung recht wenig anfangen, weshalb ich mich für das alte Modell entschieden habe. Die neuen 20-TB-Festplatten sind auch bei mir allesamt von Toshiba.
Die drei im Raid betriebenen 8TB-Platten habe ich schon länger (ca. 3 Jahre) in Betrieb, die kommen von Seagate und sollten eigentlich nach der Testphase ausgetauscht werden. Jetzt laufen sie klaglos seit über einem halben Jahr im Verbund, und werden das wohl auch noch eine ganze Weile tun.
Wenn sie getauscht werden, dann gegen eine einzelne Platte. Meine Sicherungen sind so ausgelegt, dass ich eine 1:1 Kopie des Arbeitsvolumes habe. Wenn das ausfällt, bin ich im nullkommanix wieder arbeitsfähig, während so ein Raid-Rebuild ne Woche und länger dauern kann und in der Zeit das System nicht durch Performance glänzt. Da helfen auch schnelle CPU und Speicher nichts, weil der limitierende Faktor die Mechanik der Festplatten ist.
Wenn ich mich recht entsinne, hat der Aufbau des Raid-5 seinerzeit eine knappe Woche gedauert. Ich habe das System allerdings nicht werkeln lassen, sondern das Volume befüllt, sobald das möglich war. Sehr nervig. Gemacht habe ich es, weil ich 16 TB gebraucht habe und keine große Platte zur Hand war.
Das sieht anders aus, wenn ich ein ausfallsicheres System brauche. Aber da würde ich eher das komplette System spiegeln und im Falle eines Ausfalls switchen. Denn es können ja nicht nur die Platten ausfallen, sondern auch andere Komponenten (Netzteil, Memory, CPU...).
Ich habe eine Kundeninstallation, wo zwei AS6704 via VPN an zwei Standorten verbunden sind. Auf der einen wird gearbeitet und die Inhalte werden auf die zweite gespiegelt. Die Arbeitsmaschine kann bei Bedarf gewechselt werden. Ach ja, es gibt da auch noch eine Echtzeit-Sicherung in die Cloud und eine regelmäßige Sicherung auf Datenträger.
Auf der Netzwerkseite bin ich in meiner Hausinstallation bei 1 Gb, die AS6704 kann 2*2,5 Gb und könnte auf 10 Gb/s erweitert werden. Ich sehe momentan allerdings nichts, wo ich das brauchen würde. Videoschnitt mache ich nicht, und das wäre die einzige Anwendung, die ich für diese Bandbreiten sehen (bein 4k und 8k). Da muss dann aber auch die ganze Infrastruktur passen. Für Audio braucht es das jedenfalls nicht.
Das ist auch der Grund, warum ich auf einen SSD-Cache verzichte, den auch das alte Modell böte. Erstens ist bei meinen Hörgewohnheiten die Chance echt groß, Tracks anzufordern, die nicht im Cache sind. Zweitens ist das zusätzliche Komplexität und damit eine zusätzliche Fehlerquelle. Und drittens frisst der Overhead in meinem Use-Case mögliche Vorteile wieder auf. Wobei wir da über "sofort" liefern vs. "sofort" liefern reden.
Nachtrag: Es gibt ein Schwestermodell ohne Display, das ist die Modellreihe Nimbusstor. Früher war der Preisabstand mehr als 100 Euro, mittlerweile sind es nur noch 50 Euro, die man da sparen kann. Das Display ist manchmal ganz praktisch für einen schnellen Check des Betriebszustands.